Beginn, Entwicklung und Werdegang

Eine kurze Geschichte der Sigmund Freud Privatuniversität

1999 wird vom österreichischen Parlament das Privatuniversitätsgesetz beschlossen, das es ermöglicht, eine Universität in Österreich zu gründen. Um kenntlich zu machen, dass es sich nicht um eine staatliche Einrichtung handelt, ist das Wort „Privat“ der Universität voranzustellen. Es ist ein umfangreiches strenges Akkreditierungsverfahren zu durchlaufen, das alle paar Jahre wiederholt werden muss, um die geforderte Qualitätssicherung zu gewährleisten. Die Behörde zieht zur Beurteilung ausschließlich ausländische Gutachten heran.

2003 beschlossen Univ.Prof. Dr. Alfred Pritz, Univ. Doz. Dr. Jutta Fiegl, Heinz Laubreuter und Dr. Elisabeth Vykoukal die Sigmund Freud Privatuniversität zu gründen mit der Ambition, die Psychotherapie in eine Psychotherapiewissenschaft zu verwandeln, sie strukturell auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen, der Phantasie von Sigmund Freud 1926 in „zur Frage der Laienanalyse“ folgend – es werde dereinst die Psychoanalyse als eigenes Fach gelehrt werden…

2005 erfolgte die behördliche Akkreditierung als Bakkalaureat, Magister und später Doktoratsstudium, bisher weltweit einzigartig. Von einer bisherigen Weiterbildung psychosozialer Berufe wird die Psychotherapie nun ein eigenes Studium,  wo Praxis und Wissenschaft in einer einmaligen Verbindung übergehen und sich sinnhaft ergänzen. Das bedeutete auch die Gründung von psychotherapeutischen und mittlerweile auch psychologischen Ambulanzen, die eine wesentliche Stütze der Versorgung der Bevölkerung Wiens mit psychotherapeutischen und psychologischen Hilfeleistungen darstellen. Im Sinne der Öffnung zur Welt gibt es auch nicht nur einen psychotherapeutischen Studiengang in englischer Sprache mit Studierenden aus 56 Nationen, sondern auch eine vielsprachige Ambulanz, in der vor allem auch Flüchtlinge gratis behandelt werden.

2007 wurde eine weitere Fakultät begründet, die der Psychologie, die mit ihrer sozial- und kulturwissenschaftliche Ausrichtung eine Alternative zur bislang vorwiegend naturwissenschaftlichen Orientierung von Studien der Psychologie darstellt.

Die SFU versteht sich als eine europäische Universität und entwickelte schon 2006   ihre erste Niederlassung in Paris, anschließend wurden weitere Niederlassungen in Ljubljana und Berlin, sodann in Mailand und in Linz gegründet. In all diesen Niederlassungen wird Psychotherapie und Psychologie gelehrt – in den jeweiligen Landessprachen und den jeweils unterschiedlichen kulturellen Farben – und doch als ein gemeinsamer Lehrkorpus.

Der zweite große Entwicklungsschritt erfolgte 2009, die SFU von einer „Spartenuniversität“  hin zu einer „Schwerpunktuniversität“ auszubauen. 2015 erfolgte die Akkreditierung der Studiengänge Humanmedizin, 2016 die der Rechtswissenschaften. Sie sind unsere jüngsten Fächer und gehören doch in der Tradition der Wissenschaften zu den ältesten.

Die Chancen unserer noch jungen Universität sind eine innovative Ausbildung, studentenzentriertes Unterrichten, das Suchen und Besetzen erfolgsversprechender Forschungsnischen und geistige Heimat für die erfahrungshungrigen Studenten zu sein, in welcher sie wachsen können.