Zum Hauptinhalt springen
Mi.
13. Nov.

PTW | Jour fixe des Instituts für transkulturelle & historische Forschung: „Hesitation Wound“ – Filmvorführung & Präsentation

Mittwoch, 13. November 2024, 19:30 Termin in Kalender eintragen

Das an der Sigmund Freud PrivatUniversität angesiedelte „Institut für transkulturelle und historische Forschung“ beschäftigt sich mit inter- und transkulturellen sowie postkolonialen Fragestellungen, mit mentalitätsgeschichtlichen, kulturwissenschaftlichen und philosophischen Grundlagen der Psychotherapiewissenschaft und der Geschichte der Psychotherapie.

Drei Mal im Semester findet ein Jour fixe statt, der ein Diskussionsforum für Gastvorträge, SFU-Projekte und studentische Forschung bieten soll. Der Jour fixe wendet sich an alle Interessierten, externe Besucher*innen sind ausdrücklich willkommen. Die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt statt.

Filmvorführung „Hesitation Wound“ & Präsentation „Der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat“ von M. Brett Wilson

13.11.2024, 19:30 Uhr | SFU Wien, Freudplatz 1, 1020 Wien, Eintritt frei.

Zum Film

The Hesitation Wound ist die Geschichte einer Anwältin, die gezwungen ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, während sie einen Mordverdächtigen verteidigt. Canan ist eine idealistische Strafverteidigerin. Tagsüber hetzt sie von Fall zu Fall, nachts ist sie im Krankenhaus bei ihrer Mutter, die an einem Beatmungsgerät hängt. Als der Tag der letzten Anhörung in einem Mordfall kommt, an dem sie seit langem arbeitet, gerät Canan in eine schwierige Situation. Canan muss eine moralische Entscheidung treffen, die das Leben ihrer Mutter, des Richters und des Angeklagten beeinflussen wird.

Der Film stellt anhand eines Mordfalls die Frage, ob das Justizsystem für alle gleich ist. Er zeigt auch den Konflikt zwischen dem, was rechtlich richtig und was persönlich ethisch vertretbar ist, und wie eine Anwältin zwischen ihrem Gewissen und dem Rechtssystem, an das sie fest glaubt, hin- und hergerissen ist. Der Film regt dazu an, über das Justizsystem, das nicht unabhängig von sozialen und wirtschaftlichen Machtverhältnissen ist, sowie über die Begriffe Verbrechen, Strafe und Ethik nachzudenken. Obwohl der Film all diese Themen im Kontext der Türkei behandelt, sind die Fragen, die er aufwirft, sehr global.

Regie: Selman Nacar, 84 min | Türkei, Frankreich, Spanien, Rumänien, 2023 | Türkisch mit englischen Untertiteln

Nach dem Film wird der Wissenschaftler M. Brett Wilson als »der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat« eine Rede halten.

»In unserer Zeit existiert ein kurzlebiges Wesen, welches die vergangenen Jahrhunderte nicht kannten. Der Mensch, der gerade das Kino verlassen hat. Der Film, den er sich ansah, hat etwas mit ihm getan. Er ist keine Person, die lediglich an ihren Vorteil denkt. Er ist in Frieden mit den Menschen…«


Eine Veranstaltung in Kooperation mit Neuer Wiener Diwan

zum Seitenanfang