mit der Autorin Marie-Theres Haas am Donnerstag, 06.10.2022, 19 Uhr
Sigmund Freud PrivatUniversität, Freudplatz 1, Raum 3010

Zum Buch

Mit seinen Studien zur Ästhetik legte Sigmund Freud das Fundament der Beziehung von Kunst und Psychoanalyse. Diese Beziehung trug im Laufe der Zeit mannigfaltige Früchte, wenn auch oftmals der Versuchung nachgegeben wurde, die Kunst sprichwörtlich auf die Couch zu legen und zu analysieren. Zeitgenössische psychoanalytische Bildbetrachtung geht über diese Form der Pathologisierung von Kunst hinaus, indem Rezipient*innen selbst am Bildprozess partizipieren.
Marie-Theres Haas zeigt Synergien von Kunst und Psychoanalyse auf. Sie betrachtet schulenübergreifend psychoanalytische Kreativitätstheorien, legt dar, inwieweit sich die psychoanalytische Theoriebildung in Phänomenen zeitgenössischer Kunst widerspiegelt, und skizziert neue Wege, wie sich der Kunst psychoanalytisch angenähert werden kann. Somit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Überwindung des hierarchischen Konstrukts »Psychoanalyse analysiert Kunst« hin zur Begegnung beider Disziplinen auf Augenhöhe.

Zur Autorin

Dr.in Marie-Theres Haas, MSc. MA ist Universitätsassistentin an der Sigmund Freud PrivatUniversität an der Fakultät für Psychotherapiewissenschaft und Co-Leiterin des Universitätslehrganges Kunsttherapie. Sie lehrt und forscht im Bereich der psychoanalytischen Theoriebildung, Kunsttherapie und ästhetischen Erfahrung. Zudem arbeitet sie als Psychoanalytikerin, Gruppenanalytikerin in Ausbildung und Psychologin in freier Praxis in Wien.


Marie-Theres Haas

Kreativität, Ästhetik und das Unbewusste
Eine Begegnung von Kunst und Psychoanalyse

Buchreihe: Imago
Verlag: Psychosozial-Verlag
129 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
1. Aufl. 2022
Erschienen im Juni 2022
ISBN-13: 978-3-8379-3185-3, Bestell-Nr.: 3185

 

 

»Die ästhetische Erfahrung wird […] immer autobiographisch sein – und immer erfüllt von Saudade.«
Gregorio Kohon (2018, 24)