So01. MrzSFU Frauentag 2020 | Feministin sein – Vorbild und GegenbildSonntag, 01. März 2020, 10:00  Termin in Kalender eintragen

01.03.2020 von 10:00 – 14:00 Uhr inkl. Filmscreening „Die Dohnal“

Sigmund Freud PrivatUniversität 1020 Wien, Freudplatz 1
Eintritt für Studierende kostenlos
Gäste 20,– Euro

Die Welt braucht feministische Rolemodels. Vorbilder, die inspirieren und uns Mut machen, eine geschlechtergerechtere Gesellschaft zu gestalten.

Das Vorbild verweist auf ein DaVOR, lässt uns als Teil einer geschichtlichen Kette erleben. Vor uns gab es bereits »große Schwestern«, »Mütter« und »Großmütter«, die für Frauenrechte kämpften. Sie sind Identifikationsfiguren für heutige und nachfolgende Generationen. Johanna Dohnal war so eine und gilt als Ikone der österreichischen Frauenpolitik.

Als feministisch denkende und handelnde Wissenschafterinnen der Sigmund Freud PrivatUniversität berichten wir aus unserem Alltag – davon, wie wir mit unseren theoretischen Impulsen und unserer persönlichen Präsenz beitragen wollen, junge Frauen in ihrer Autonomie zu fördern.

In etwa: Fortan musste die verheiratete Frau nicht mehr die Einwilligung ihres Mannes zur Ausübung eines Berufes einholen.
Frauen und Männer sollten die gleichen beruflichen Chancen haben. Vergewaltigung in der Ehe wurde strafbar.
Frauen wurde das Recht zugestanden, selbst über die Fortsetzung einer ungewollten Schwangerschaft zu entscheiden.
Die Rechte alleinerziehender Mütter wurden aufgewertet, Väterkarenz wurde eingeführt.

Wer sind feministische Rolemodels der Jetztzeit? Wann bin ich Feministin oder feministisch handelnder Mann und gestehe mir diese Vorbildfunktion ein?

Wir brauchen auch Gegen-Bilder: Bilder, die sich gegen das Vergessen der bisher erreichten feministischen Errungenschaften richten und diese im Bewusstsein präsent halten. Unsere Veranstaltung hat sich dies zur Aufgabe gemacht und zeigt in diesem Sinne den Film DIE DOHNAL, ein Stück österreichischer Zeitgeschichte. Ein Film gegen das Vergessen eines großen feministischen Vorbildes.

Von ihrer Frauenpolitik haben alle ÖsterreicherInnen profitiert– ihre Politik war wegweisend!

Feministinnen sollen nicht perfekt sein, aber sichtbar!

 

Zeitplan 01.03.2020

10.00–10.15
Einleitende Worte Anita Dietrich-Neunkirchner

10.15–11.30
SFU-Wissenschafterinnen im Gespräch über feministische Ansätze und Herausforderungen
Moderation Annemarie Diem
Anita Dietrich-Neunkirchner – Katharina Hametner – Vera Luckgei –Kathrin Mörtl – Nora Ruck – Barbara Rothmüller

Kaffeepause, kl. Snacks

12.00–13.30
DIE DOHNAL Ein Film von Sabine Derflinger, A, 2019.

Danach kurze Pause

13.30–14.00
Publikumsdiskussion (Moderation Petra Roscheck) und gemeinsames Gespräch mit der Produzentin Claudia Wohlgenannt und der Enkelin Johanna-Helen Dohnal

Feines Buffet & »coming together«

 

Mag.a Dr.iⁿ Anita Dietrich-Neunkirchner
Studium der Psychologie und PTW, Psychoanalytikerin, seit 2005 als Lektorin an der SFU Wien, Leiterin der GenderStudyGroup mit Forschungsschwerpunkt u.a. psychoanalytisch-feministische Geschlechterforschung. Aktuelle Monografie: Symbolische Schwesternschaft. Eine psa. Studie zur weiblichen Beziehungskultur und Übertragungsdynamik im beruflichen Kontext.

Mag.a Johanna-Helen Dohnal
Vergleichende Literaturwissenschafterin und Essayistin, umfangreiche Übersetzungs-, Organisations- und Schulungstätigkeiten in frauenspezifischen Bereichen.

Mag.a Dr.iⁿ Katharina Hametner
Studium der Psychologie, seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin and der SFUWien /Fakultät Psychologie. Forschungsschwerpunkt: kritische Migrations- und Rassismusforschung, qualitative Methoden der Sozialforschung.

Vera Luckgei, MSc
Psychologin, hat 2018 ihr Studium mit der Masterarbeit Feministische Psychologie in Wien abgeschlossen. Derzeit arbeitet sie an der SFU im FWF-Forschungsprojekt The Psychological is Political : A recent History of Feminist Psychology in Vienna, 1972 – 2000.

Assoz. Prof.iⁿ Dr.iⁿ Kathrin Mörtl
Studium der Psychologie u.A. in Toronto, Vizedekanin für Forschung an der Fakultät PTW, forscht mit ihrem qualitativen Team zu Psychotherapie, Psychosomatik, Arbeit und Gesundheit, arbeitet als Psychoanalytikerin i.A.u.S. in ihrer Praxis

Mag.a Dr.iⁿ Barbara Rothmüller
Soziologin, Sexualpädagogin und Social Justice Trainerin, Forschungsschwerpunkte u.a. kritische Geschlechter- und Sexualitätsforschung sowie Bildung, Ungleichheit und Diskriminierung. Sie ist Mitarbeiterin im FWF-Projekt The Psychological is Political an der SFU sowie Lektorin an der Universität Innsbruck und am FH Campus Wien.

Ass.-Prof.iⁿ Dr.iⁿ Nora Ruck
Vizedekanin für Forschung an der Fakultät für Psychologie, Studienprogrammleiterin des PhD Studiums für Psychologie und Ko-Koordinatorin des Masterstudiums »Sozialpsychologie und psychosoziale Praxis«. Sie leitet derzeit das FWF Forschungsprojekt The Psychological is Political. A Recent History of Feminist Psychology in Vienna, 1972–2000.

Claudia Wohlgenannt
seit 1997 in der Filmbranche tätig, Dokumentarfilmerin, zuletzt Produzentin von DIE DOHNAL, gemeinsam mit Sabine Derflinger.

GenderStudyGroup
Anna Maria Diem,
BA.pthRoxane Forghani
Petra Roscheck, BA.pth
Studentinnen der Psychotherapiewissenschaft und Psychoanalytikerinnen i.A.u.S

 

Download: SFU_Frauentag_2020_Feministin sein (pdf)