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SFU | Impulse für interdisziplinäre Zusammenarbeit: SFU veranstaltete ersten fakultätsübergreifenden Forschungstag

Am Freitag, den 12. Juni 2026, organisierte die Sigmund Freud PrivatUniversität ihren ersten fakultätsübergreifenden Forschungstag zum Thema Langlebigkeit und gesundes Altern: Interdisziplinäre Perspektiven.

Die Veranstaltung brachte Forscher*innen aus allen vier Fakultäten der SFU zusammen, um eine der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu erörtern: Wie können Menschen ein längeres, gesünderes und selbstbestimmteres Leben führen? Der Forschungstag fand am Freudplatz 3 statt und bot auch die Möglichkeit zur Online-Teilnahme. Er bot eine Plattform für interdisziplinären Austausch, neue Forschungsideen und zukünftige fakultätsübergreifende Zusammenarbeit.

Die Veranstaltung wurde von der Vizerektorin für Forschung, Univ.-Prof. Mag. Dr. Marion Garaus, PhD, organisiert und moderiert, mit großer Unterstützung der Vizedekan*innen für Forschung aller vier Fakultäten: Ass.-Prof. Dr. Nora Ruck, PhD, für die Fakultät für Psychologie, Ass.-Prof. Dr. Martin Kuška, PhD, für die Fakultät für Psychotherapiewissenschaften, Univ.-Prof. Dr. med. univ. Sylvia Hartl für die Fakultät für Medizin sowie Univ.-Prof. Dr. Konrad Lachmayer für die Rechtswissenschaftliche Fakultät.

In drei Podiumsdiskussionen tauschten sich die Teilnehmer*innen aus vielfältigen Blickwinkeln zu Langlebigkeit und gesundem Altern aus. Sie setzen sich mit einem breiten Spektrum von Themen auseinander, darunter Demenzpflege, rechtliche Fragen zur Selbstbestimmung im Alter, psychosoziale Aspekte des Alterns, Ernährung und Mikronährstoffe, das Mikrobiom und die Gesundheit des Gehirns sowie zelluläre Mechanismen altersbedingter Prozesse.

Die erste Podiumsdiskussion wurde mit einem Schwerpunktvortrag von Univ.-Doz. Dr. Gerald Gatterer zum Thema MAVIDA: Ein neuer Ansatz für die Demenzversorgung in Österreich eröffnet. Es folgten Beiträge von Assoz.-Prof. Mag. Mag. Dr. Florian Heindler zum Erwachsenenschutzrecht im Alter und zu interdisziplinären Perspektiven sowie von Dr. Barbara Götsch zum Thema Altern und Subjektivität in einer Zeit ‚vielfältiger Krisen‘.

Die zweite Podiumsdiskussion rückte medizinische und biologische Perspektiven des Alterns in den Fokus. Univ.-Prof. Dr. med. univ. Klaus Geissler referierte über CHIP als einen Faktor, der Menschen für altersbedingte Erkrankungen prädisponiert, und als potenzielles Ziel für präventive oder therapeutische Interventionen. Univ.-Prof. Dr. Dr. Barbara Prüller-Strasser, ScDD, MPH, erörterte auf die Mikrobiota ausgerichtete Interventionen für ein gesundes Altern des Gehirns, während Univ.-Prof. Dr. med. univ. Tadeusz Peter Panhofer, MSc, MBA, Erkenntnisse über den Einfluss von Ernährung und Mikronährstoffen auf die Langlebigkeit vorstellte.

Die dritte Podiumsdiskussion vertiefte die Debatte und beleuchtete psychosoziale, rechtliche und biomedizinische Dimensionen des gesunden Alterns. MMag. Dr. Lisa Winter, Mag. Stella Becher-Urbaniak und Ass.-Prof. Dr. Jan Philipp Amadeus Aden, MSc, stellten Forschungsergebnisse zu psychosozialen Merkmalen älterer Patienten in der ambulanten Versorgung vor. Univ.-Prof. Dr. Konrad Lachmayer ging der Frage nach: Gibt es ein Recht auf gesundes Altern? Weitere Spotlight-Vorträge von Emily Heaman-Dunn, MSc, und Ass.-Prof. Dr. Jan Philipp Amadeus Aden, MSc, gemeinsam mit David Seistock, PhD, konzentrierten sich auf Zellalterung, Selbstregulation und digitale Kompetenz im Alter.

Ein Beitrag von Dr. Enikő Darabos von der Zentralen Forschungsstelle der SFU  lieferte praktische Einblicke, wie sich erste Forschungsideen zu inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten weiterentwickeln lassen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf interdisziplinären Förderprogrammen lag.

Die Veranstaltung endete mit einem informellen Austausch über mögliche Forschungskooperationen. Der Rahmen bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, Projektideen gemeinsam weiterzuentwickeln und neue Anknüpfungspunkte über Fachgrenzen hinweg zu finden.

Der erste fakultätsübergreifende Forschungstag der SFU zeigte das große Potenzial interdisziplinärer Zusammenarbeit bei der Bewältigung der komplexen Herausforderungen, die durch Langlebigkeit und gesundes Alterns aufgeworfen werden. Die Veranstaltung unterstrich nicht nur die fachliche  Vielfalt und Expertise der gesamten Universität, sondern legte auch den Grundstein für zukünftige kollaborative Forschungsprojekte, die medizinische, psychologische, psychotherapeutische, rechtliche und soziale Perspektiven miteinander verbinden.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Referent*innen, Teilnehmer*innen und Organisator*innen, die zum Erfolg dieses inspirierenden Tages beigetragen und ihn zu einem lebendigen Forum und Wegbereiter für zukünftige interdisziplinäre  Zusammenarbeit gemacht haben.

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