Die Bühleriana Schriftenreihe umfasst Monographien, wissenschaftliche Artikel, Dokumentensammlungen, Interviews, Buchbesprechungen und Tagungsberichte zum Leben und Werk von Karl Bühler. Die Reihe wird von Gerhard Benetka (Wien), Janette Friedrich (Genf) und Frank Vonk (Arnhem-Nijmegen) herausgegeben.


Band 1 | Karl Bühler und das Wiener Psychologische Institut
Dokumente und Fundstücke

Herausgegeben, zusammengestellt und kommentiert von Janette Friedrich

Was ist das Lokale in der Wissenschaftsgeschichte und was lässt sich an ihm beobachten? Wir sind es gewohnt das Denken eines Forschers aus seinen Veröffentlichungen, seiner Korrespondenz, seinen Manuskripten zu rekonstruieren; aber Wissenschaft ist auch und vor allem Tätigkeit, «ein Geschehen hic et nunc, das seinen bestimmten Platz im geographischen Raum und im gregorianischen Kalender hat» (Bühler). Genau dieses lokale Moment, die vergangene Gegenwärtigkeit von Wissenschaft, sucht der Band aufzuspüren. Die Reise geht in das Wien der 1920er/30er Jahre. Im August 1922 wird der Psychologe Karl Bühler an der Universität Wien zum ordentlichen Professor für Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Psychologie und Pädagogik berufen und mit der Leitung des neu gegründeten Wiener Psychologischen Instituts betraut. Die veröffentlichten Dokumente und Fundstücke geben Einblick in bisher kaum bekannte Forschungsvorhaben und Debatten, in entwickelte und wieder verworfene Ideen und machen auf die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufmerksam, die in den Jahren 1922–1938 am Institut tätig waren.

Herausgeberin: Janette Friedrich, geb. 1961, promoviert Dr. phil. 1991, Dozentin an der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften der Universität Genf.


Band 2 | Karl Bühler und das Wiener Psychologische Institut oder die Bedeutung des Lokalen 

Herausgegeben von Gerhard Benetka & Janette Friedrich

Der zweite Band der Bühleriana versammelt Beiträge eines Workshops, der im Februar 2021 an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien stattgefunden hat. Ziel war es, die im ersten Band der Bühleriana von Janette Friedrich begonnene Rekonstruktion und Analyse der wichtigsten Aktivitätsfelder Karl Bühlers und seiner Mitarbeiter*innen im Wien der 1920er und 1930er Jahre fortzusetzen. 

Mit Beiträgen von: Gerhard Benetka über die Beziehungen der Bühler-Schule zur Psychoanalyse, Christian Damböck über das Verhältnis von Bühler und dem Wiener Kreis, Tim Lethen über Kurt Gödels Tagebuchnotizen zu Vorlesungen von Karl Bühler, Petra Löffler über die Ausdrucksforschungen der Bühler-Schule im Lichte der Geschichte der Medientheorie, Maria Czwick über die am Wiener Psychologischen Institut durchgeführten Untersuchungen zum Medium Film, Josef Pircher über Karl Bühlers Vorlesung zur Pädagogischen Psychologie am Pädagogischen Institut der Stadt Wien, Georg Vasold über das Interesse der Wiener Schule der Kunstgeschichte an der Psychologie Karl Bühlers und Clemens Knobloch über den Einfluss der im Kontext der Bühler-Schule entwickelten Ideen zum Ausdruck auf die US-amerikanische Kommunikationssoziologie.

Erstmals wird ein Skript von Käthe Wolf – einer engen Mitarbeiterin Karl Bühlers – veröffentlicht. Es trägt den Titel Logik und gibt Einblick in den Inhalt einer der jährlich von Bühler gehaltenen Hauptvorlesungen. 

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